Sprint Retrospektive: Die Brücke zwischen den Sprints

Wie Jutta Eckstein auf ihrem Blog schon schreibt sind Retrospektiven keine bloßen Plus-/Minuslisten. Doch was sind Sprint Retrospektiven und wie sollten sie gestaltet sein um einen möglichst großen Nutzen zu bringen?

Was ist eine Sprint Retrospektive eigentlich?

Um diese Frage zu beantworten schauen wir uns einfach „The Scrum Guide, the official rulebook“ von Scrum.org an.

Eine Sprint Retrospektive ist für das Scrum Team eine Möglichkeit um sich selbst zu inspizieren um Verbesserungen für den nächsten Sprint zu planen. Die Sprint Retrospektive findet nach dem Sprint Review und vor dem nächsten Sprint Planning Meeting statt und hat bezogen auf einen einmonatigen Sprint eine Timebox von drei Stunden (0,75 Stunden pro Woche Sprint).

Die Brücke zwischen den Sprints bauen

Um zu beschreiben wie eine gute Sprint Retrospektive gestaltet sein sollte habe ich mir einen Vergleich aus dem Buch Agile Coaching von Rachel Davies und Liz Sedley geborgt. Hier wird die Retrospektive als Brücke zwischen zwei Sprints beschrieben (siehe Abbildung unten).

Sprint Retrospektive: Die Brücke zwischen den Sprints

In dem letzten Sprint (Sprint X) hat das Scrum Team Erfahrungen gesammelt welche zu Erkenntnissen führen. Nun muss das Team entscheiden auf welche dieser Erfahrungen es sich fokussieren möchte. Im letzten Teil der Brücke sucht das Team mit Hilfe von Kreativitätstechniken nach konkreten Aktionen die es im nächsten Sprint (Sprint X+1) umsetzen möchte.

Zeitlicher Aufbau der Retrospektive

Um bei der Retrospektive nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen empfehle ich folgendes Vorgehen:

  1. Die Vergangenheit (Erfahrungen) betrachten und nach Erkenntnissen suchen
  2. Themen auswählen auf die man sich fokussieren möchte
  3. Die geplanten Aktionen der letzten Retrospektive(-n) betrachten
  4. Ideen zur Verbesserung entwickeln
  5. Konkrete Aktionen planen

Es ist sehr wichtig, dass alle diese Phasen durchlaufen werden und das Team nicht vorzeitig abbricht. Es geht um konkrete Aktionen und nicht darum nebulöse Dinge zu finden die man mal verbessern sollte.

Schreibe einen Kommentar